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Das richtige Licht für Portraits (30.01.2012)
Anfangs habe ich immer gedacht man braucht eines zum Fotografieren: Licht, viel Licht, am besten blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Doch strahlender Sonnenschein (am besten zur Mittagszeit) ist genau das was man in den meisten Fällen eben nicht möchte.
Gerade für Portraits wirkt sich die grelle Sonne negativ aus - es entstehen harte Schlagschatten und je nach Position zur Sonne bekommt das Modell nichtmal die Augen richtig auf und kneift sie halb zusammen. Weiterhin wird der Dynamikumfang dermaßen groß, dass man es fast nicht schafft ein korrekt belichtetes Bild zu erstellen. Das Resultat sind oft absaufende Schatten oder ausgebrannte Lichter. Aus solchen Bereichen holt man auch im RAW-Konverter kaum noch Informationen. Alles in allem ist es (in dem meisten Fällen) sehr kontraproduktiv.
Daher kann ich nur dazu raten: Nutzt die etwas dunklere und häufig bewölkte Jahreszeit und macht auch mal bei dem Licht Fotos. Natürlich könnt ihr dann häufiger nichtmehr mit Blende 8 und ISO 100 bei einer 1/500 Sekunde Fotografieren - aber das ist auch gar nicht nötig. Für 1/100stel bei relativ offener Blende sollte Tagsüber immer noch genug Licht vorhanden sein. Und falls nicht, stecken auch meist noch jede Menge Reserven in den ISO-Werten.
Das gezeigte Foto wurde bei f3.5 und ISO 500 immer noch mit einer 1/500sek aufgenommen. Wer nicht so viele ISO-Reserven in der Kamera hat, der kann gemütlich auf ISO 250 gehen und Fotografiert auch noch mit 1/250stel Sekunde. Und das obwohl sich an dem Tag die Sonne nicht einmal gezeigt hat!
Die meisten Fotografen machen zur Mittagszeit sogar Pause und fotografieren überhaupt nicht. Es sei denn man möchte den Effekt der harten Schatten etc. gezielt nutzen - ich mag es jedenfalls nicht!
Falls es gar nicht anders geht und ihr bei Sonne fotografieren müsst: Kauft euch einen Sun-Swatter und stellt euren Schatten künstlich her. Dabei ist in der Einsatz eines Assistenten aber sehr ratsam.
Viel Erfolg!
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